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Standard Procedure in Colorectal Cancer Surgery

Buchmann · Swiss Surgery · 2003

Wer über Standards schreibt, muss sich zunächst fragen: was ist ein Standard, wie kommt er zustande, wer legt ihn fest und wie verbindlich ist er? Ein Standard darf nur als Richtschnur oder als Bereich zwischen Leitplanken, niemals aber als Dogma verstanden werden, da sonst jeder operativ technische oder therapeutische Fortschritt verhindert wird. Anhand der onko-chirurgischen Richtlinien für das Kolorektalkarzinom wird dargelegt, wie Standards ins Wanken geraten können. Die nach Turnbull benannte "no-touch isolation technique" hält den Kriterien der Evidence-based Medicine nicht stand. Der Nutzen einer hohen Venenligatur und der Darmocclusion sind durch keine Studien belegt und die zentrale Ligatur der Arteria mesenterica inferior bei der Linksresektion nach neueren anatomischen Erkenntnissen falsch. Durch die aortennahe Absetzung kommt es zwangsläufig zur Verletzung des Plexus hypogastricus. Tierexperimentelle Untersuchungen sind in Bezug auf die Tumorzellaussaat beim Quetschen des Krebses kontrovers. Und eine prospektive kontrollierte Studie zeigt keinen Vorteil der Einhaltung der Turnbull-Kriterien. Unabhängige prognostische Faktoren sind der Chirurg, die Häufigkeit der Durchf

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