Eine Möglichkeit, die Fortschritte beim Lernen einer neuen chirurgischen Methode aufzuzeigen ist die Lernkurve. Die Lernkurve stellt die Beziehung zwischen der Erfahrung eines Chirurgen und den Operationszeiten und den Ergebnissen der Operationen graphisch dar. Eine alleinige Erfassung der Operationszeiten ist ungenügend für die Darstellung einer Lernkurve. Die Operationszeiten müssen in Beziehung zu den Komplikationen und, bei der laparoskopischen Chirurgie, zu den Konversionsraten, gesetzt werden. Die Operationszeiten können mit der moving average Methode und die Komplikations- sowie Konversionsraten mit der Cusum Methode verständlich und anschaulich dargestellt werden. Die Lernkurve dient in erster Linie der Erfassung der Lernfortschritte einzelner Chirurgen. Wenn die Kurve ein steady state erreicht, kann diese Darstellung auch als "Qualitätskurve" bezeichnet werden. Da die Komplexität laparoskopischer Operationen nur schwierig zu erfassen ist, und damit Patientenkollektive in verschiedenen Spitälern schwierig zu vergleichen sind, eignet sich diese Methode nicht für ein Ranking verschiedener chirurgischer Abteilungen.
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